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Anton

in Fotos- und Geschichten 16.08.2009 19:22
von tobibasti • Besucher | 314 Beiträge

Und das war meine Geschichte:
Mein Name ist Anton und ich war der Erste in Moni`s Sammlung. Ich bin ein Blauwiener und im August 2004 geboren. Erst lebte ich in der Wohnung mit einem Meerschweinchen zusammen. Ich wurde so zutraulich, dass die Menschen mich nicht mehr als Kaninchen sondern als Familienmitglied betrachteten. Ich durfte mit auf die Couch, hatte meine eigene Decke und war stubenrein denn für meine Geschäfte verzog ich mich in meinen Käfig. Ich habe die abendlichen Schmuseeinheiten sehr genossen. Besonders, wenn Moni Kekse aß. Da fiel so manches Mal ein Krümel runter und wenn sie nicht aufpasste, dann klaute ich ihr auch den ein oder anderen Bissen aus der Hand. Ganz liebevoll schimpfte sie dann mit mir denn das ist gar nicht gesund für mich. Aber ich nahm sie nicht ernst und wartete nur auf den nächsten Keks. Ich war der erste, der dann in das große Außengehege ziehen durfte. Denn mit mir begann Moni`s Leidenschaft für eine Rasselbande, die wir bald waren. Immer mehr Artgenossen kamen dazu und ich war überglücklich mit ihnen draußen herum zu toben und Freunde zu finden. Meine Zutraulichkeit habe ich dadurch nicht verloren und sobald Moni im Gehege erschien, rannte ich auf sie zu um mir meine wohlverdienten Streicheleinheiten ab zu holen.
Nun habe ich bald die Rente durch. Aber auch sonst werde ich hier geschont denn ich habe schon so einige schwerwiegende Krankheiten wie Lungenentzündung mit bleibenden Atembeschwerden hinter mir. Ich bin eben Moni`s Sorgenkind und werde dementsprechend behütet.
Außerdem bin ich schon Uropa. Mit Spuki (Ein Häschen von Tanja) habe ich sechs Kinder gezeugt, eins davon ist Hermine, eine sehr schöne schwarze Häsin, die sich in Bastian`s Herz geschlichen hat. Sie bleibt bei mir unter Basti`s Obhut. Nun bin ich kastriert und kann nicht mehr. Ansonsten bin ich sehr ängstlich aber schmusig. Bei drohender Gefahr (z.B. ein übermütiger Bock) weiß ich genau, wo sich Moni`s Schoß befindet.
Seit Frühjahr 2008 leide ich massiv unter Kaninchenschnupfen. Das macht mir manchmal sehr zu schaffen. Zum Glück gibt es meine Moni, die mir drei Mal am Tag Tröpchen und Schleimlöser bringt. Außerdem muss ich immer inhalieren, was ich sehr genieße, denn da kriege ich viele, viele Streicheleinheiten. Aber das viele Niesen und die verstopfte Nase machen mir immer wieder so das Leben schwer und Moni leidet auch darunter das mit ansehen zu müssen. Seit ich diesen Kaninchenschnupfen habe muss ich leider allein sein denn ich will die anderen ja nicht anstecken. Deshalb kommt Moni nun noch öfter zu mir, streichelt mich, schmust und spielt mit mir. Ich genieße das in vollen Zügen. Oft darf ich sogar wie früher mit rein und auf die Couch. Oder ich mache die Bude drinnen unsicher. Wenn ich spielen will, dann brauche ich nur an Moni`s Hosenzipfel zu ziehen dann weiß sie schon bescheid.
Moni sucht nun schon seit einem halben Jahr nach einem Partner für mich denn das Alleinsein macht mich so traurig. Auch wenn sich die Menschen so viel mit mir beschäftigen, ist es nachts und zu den Arbeitszeiten doch immer so einsam um mich herum. Ich seh die anderen Kaninchen miteinander toben und kuscheln doch ich habe niemanden. Von den Tierschutzvereinen bekommt Moni kein Schnupfentier zugewiesen da unser Außengehege nicht überdacht ist. Deshalb fährt sie im Frühjahr 2009 nach Stuttgart um aus dem Tierheim einen Schnupfer zu holen.
Endlich hat die Einsamkeit ein Ende. Mareike ist da und es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie ist nicht dominant, eine gaaaaanz ruhige und schmusige, die mir keine Angst einjagt sondern wartet, bis ich mich selber zu ihr hin traue. Nun bin ich nicht mehr einsam und überglücklich. Sie jagt mich nicht, davor hatte ich die größte Angst, denn mit meiner beschränkten Atmung wäre jede Jagerei eine Qual für mich. Sie ist groß und stark und sehr weich. Wir kuscheln miteinander und freuen uns des Lebens.
Doch diese Freude konnte ich leider nicht mehr lange genießen denn in den Sommerferien nahm mein Leid ein plötzliches Ende. Nachdem wir drei verschiedene Therapien versucht haben, die aber keinen Erfolg brachten haben wir beschlossen erst mal bis nach den Ferien ab zu warten um dann noch einmal etwas Neues aus zu probieren. Denn die Tä hat für mich noch einmal etwas Neues entdeckt, was mir die Atmung vielleicht hätte erleichtern können.
Meine Kraft aber ging zu Ende noch bevor Moni aus dem Urlaub kam. Ich legte mich in meine Hütte und mein Herz hörte auf zu schlagen. Ich fand meine wohlverdiente Ruhe und muss nun nicht mehr um Luft hecheln.
Moni ist todunglücklich aber ich fühle mich nun erlöst und von Leiden befreit.

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