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Das war ich, die kleine Mareike

in Fotos- und Geschichten 31.12.2009 01:01
von tobibasti • Besucher | 314 Beiträge

Im April 2009 stoße ich zu Moni`s Rasselbande. Und das kommt so: Moni befreit mich aus einem Tierheim. Dort bin ich gelandet weil mein ehemaliger Besitzer (ein Animalhorder) mich so schlecht behandelt hat. 800 km ist sie extra für mich gefahren, das nenn ich Kaninchenliebe. Weil ich Pasteurillenträgerin bin wollte mich sonst niemand mehr haben, ich dachte schon ich komme niemals heraus aus dem Tierheim. Aber Moni hat ein großes Herz auch, oder gerade für die Schwächsten und Kranken unter uns. Weil Anton seit seinem Kaninchenschnupfen allein und einsam ist, soll ich zu ihm gehen und seine Partnerin werden. Da hat Moni sich genau die Richtige ausgesucht denn ich bin eine gaaaaanz gaaaanz ruhige Vertreterin und nicht dominant. Anton ist sehr krank und schwach und deshalb braucht er so eine Ruhige die ihn nicht jagt oder ärgert. Das mache ich natürlich auch nicht, nein, ich warte geduldig ab bis er sich traut sich mir zu nähern. Und so ist es Liebe auf den ersten Blick. Endlich haben Anton und ich jemanden zum Kuscheln und schmusen, was seit dem unserer beiden Lieblingsbeschäftigung ist. (Moni denkt immer dass ich ein bisschen faul bin weil ich lieber nur herumsitze anstatt zu toben aber sie weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass mir das Laufen etwas schwer fällt oder manchmal sogar ein wenig Schmerzen bereitet.) Schade, dass unser Glück nicht lange währt denn Anton stirbt in diesem heißen Sommer an seinem so schlimmen Schnupfen und ich bin wieder allein. Ich bin soooo traurig, genau wie Moni, und denke immerzu an Anton, der mein größtes Glück war. Aber Moni besorgt mir natürlich auch einen neuen Partner. Er heißt Peki und kommt aus Langenfeld, auch ein Schnupfer, wie ich. Den lasse ich aber erst mal zappeln. So schnell vergesse ich meinen Anton nicht. Aber Peki ist auch lieb und bemüht sich unendlich um mich. Er kämpft um meine Liebe und siegt irgendwann doch denn ich freu mich auch wieder jemanden zum Kuscheln zu haben. Bei der Zusammenführung besucht uns Gabi und sie sagt, ich gehe so komisch, ich könnte auch Spondylose haben. Deshalb lässt Moni mich röntgen und tatsächlich wird Spondylose diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt ist das noch nicht so schlimm aber meine Krankheit schreitet schneller voran als es allen lieb ist. Um Weihnachten herum werde ich rein geholt weil ich mich nicht mehr putzen kann, schmutzig und feucht bin außerdem kann ich nicht mehr richtig laufen und kippe manchmal um. Ab und zu schleife ich meine Hinterbeine nach. Peki ist so lieb und betüddelt mich aber er will auch spielen, was mir weh tut und ich dauernd umkippe. Ich kann nur noch mit Schmerzmittel leben. Drinnen werde ich gebadet und in warme Tücher gepackt, was mir sehr gut tut. Ich bin ein Pflegefall. Das macht Moni nichts aus aber letzten Endes will ich so nicht leben. Ich höre auf zu fressen und mein Bauch ist ganz dick voller Gase. Kann auch sein, dass ich die neue Medizin nicht vertragen konnte. Wir gehen zum Ta aber der kann nichts mehr für mich tun.
Meine letzte Nacht auf Erden habe ich in Monis Armen verbracht. Sie hat mich gewärmt weil mir so kalt war. Und da konnte ich ganz ruhig werden und hatte keine Angst mehr. Auch den letzten und schwersten Weg ist sie mit mir gemeinsam gegangen. Das letzte was ich sah waren ihre Tränen, ich weiß dass sie um mich weinte aber das braucht sie nicht denn ich bin jetzt nicht mehr voller Leid und Schmerz und bin schon drüben angekommen.
Nur schade, dass ich nicht noch einen Sommer lang mit Peki auf der Wiese heruntoben kann. Mein Leben dauerte gerade mal 4,5 Jahre, das ist nicht so viel aber ich durfte das letzte davon bei Moni`s Rasselbande und mit zwei sehr liebevollen Partnern sehr sehr glücklich sein.

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