#1

Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 18.08.2008 17:02
von maria • Besucher | 4 Beiträge

hallo ihr,
nachdem Silke mich so nett hierher eingeladen hat und mir kaninchengabi als absolute e.c. spezialistin nannte, würde ich hier gern mal anklopfen und ein paar Fragen loswerden, die ich schon ewig mit mir herumschleppe .
Ich mache mir Gedanken zum langfristigen Umgang mit e.c-Tieren, die (fast) keine Symptome mehr zeigen und ein normales Leben führen. Mein kleiner Kasimir hatte vor ca einem halben Jahr einen nur ganz leichten ec-Schub, der sich in einem leichten Schiefkopf, Apathie und einem wunden, geröteten Auge äußerte.
seitdem er klein ist, fällt er beim Putzen aber auch zb regelmäßig um. Er schüttelt auch den Kopf recht häufig (Ohrenmilben waren mal da, wurden aber behandelt) . Sein Titer liegt bei 1:650 und nachdem er 3 wochen die volle Kur (Panacur, Baytril, Vit B12, Augensalbe, teilw. Infusionen) bekam, war auch alles wieder gut oder besser gesagt, es wurde nie schlechter, er rollte nie o.ä. Nun mach ich mir trotzdem so meine Gedanken, wie man langfristig mit e.c. tieren umgehen sollte, denen es wieder gut geht (es soll ja so bleiben!). Es gibt ja so unterschiedliche Meinungen auch zu Panacur, ob es überhaupt wirkt und ob man damit regelmäßig eine Kur machen sollte. Oder sollte man die Tiere einfach in Ruhe lassen, wenn es ihnen wieder gut geht?

....ich schreib mal einfach all meine fragen untereinander:

- Was für Erfahrungen habt ihr mit Panacur, hat es geholfen?

- Welches panacur sollte man benutzen? Laut intervet ist es egal, ob es die Paste oder die Susp. ist, hauptsache 20mg / KG KGW. das ist mir nicht ganz klar, da die beiden präparate doch unterschiedlich hoch dosiert sind?!

- sollte man die Dauer der panacurbehandlung (3 oder 4 Wochen) von der Stärke des Krankheitsausbruches abhängig machen? Ich musste wirklich mit meiner TÄ kämpfen, dass wir überhaupt 3 Wochen behandeln! Ich glaube sie wollte nach 2 Wochen schon aufhören.

- zu der 10%igen suspension wird oft gesagt, dass sie zu hoch dosiert sei für Kaninchen, ist das richtig?

- habt ihr schonmal eine Alternative zu Panacur ausprobiert und hat die besser geholfen?

- Welche Erfahrung habt ihr mit baytril oder sollte man ein anderes AB präferieren?

- Sollte man 1x im jahr eine Kur mit Panacur machen, um dem Erreger immer mal wieder eins auszuwischen?

- oder sollte man besser anderweitig kuren machen, zb mit engystol und cerebrum comp.? Gibt es dazu schon Langzeiterfahrungen? Ich habe Kasi damals auch Cerebrum gegeben, aber nur in der akuten Phase. Heel empfiehlt hier auch 3-4x jährlich Kuren zu machen, mich würde interessieren, ob es speziell bei EC Erfahrungswerte gibt.

- Probleme mit den Nieren hatte Kasi bisher zum Glück keine, deswegen musste ich da auch nicht behandeln. Sollte ich trotzdem regelmäßig z.b Urin testen lassen?

- Sollte man EC-Tieren lebenslang vermehrt wasserhaltiges Frischfutter geben?

- welche Erfahrung habt ihr mit den Partnertieren - sollten diese mitbehandelt werden oder nicht?

- hat ein symptomfreies Tier auch einen erhöhten Energiebedarf? Ich habe bei Kasi ca 100gr Gewichtsverlust in den letzten Monaten bemerkt..bei gleicher Futteraufnahme... Kann man durch das Gewicht evtl. die "Aktivität" des Erregers im Körper messen?

Hm, mehr fällt mir jetzt nicht ein, aber ich hab bestimmt noch was vergessen....
Bei mir löst der gedanke (und die vielen offenen fragen) an diese krankheit so ein gefühl der ohnmacht aus. und es gibt keinen königsweg, jeder sagt etwas anderes, das verunsichert zusätzlich. Deswegen würde mich sehr interessieren, wie diejenigen mit dieser krankheit umgehen, die schon viele jahre damit konfrontiert sind...
ich danke euch!

maria

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#2

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 18.08.2008 18:00
von Silke • 4.473 Beiträge

Hallo liebe Maria!

Ich freue mich, dass du dich bei uns angemeldet hast!

Ich fange mal an, deine Fragen zu beantworten, wobei Gabi sicher ergänzen wird, denn ihre Erfahrung ist sehr viel umfassender als meine.

Zitat
- Was für Erfahrungen habt ihr mit Panacur, hat es geholfen?



Bei Molli hat es lange gedauert, bis eine Wirkung/Verbesserung sichtbar wurde.
Obwohl die Wirksamkeit von Panacur inzwischen umstritten ist, halte ich persönlich es noch für wichtig.


Zitat
- Welches panacur sollte man benutzen? Laut intervet ist es egal, ob es die Paste oder die Susp. ist, hauptsache 20mg / KG KGW. das ist mir nicht ganz klar, da die beiden präparate doch unterschiedlich hoch dosiert sind?!


Ich kenne nur die Anwendung der Suspension, 10%.

Zitat
- sollte man die Dauer der panacurbehandlung (3 oder 4 Wochen) von der Stärke des Krankheitsausbruches abhängig machen? Ich musste wirklich mit meiner TÄ kämpfen, dass wir überhaupt 3 Wochen behandeln! Ich glaube sie wollte nach 2 Wochen schon aufhören.



Meine TÄ gibt immer Panacur über einen Zeitraum von 6 Wochen, egal, wie stark der Krankheitsausbruch ist.

Zitat
- zu der 10%igen suspension wird oft gesagt, dass sie zu hoch dosiert sei für Kaninchen, ist das richtig?


Meines Wissens ist das nicht richtig.


Zitat
- habt ihr schonmal eine Alternative zu Panacur ausprobiert und hat die besser geholfen?



Nur zusätzlich zum Panacur: Daraprim.
Wirkt auch gegen den einzelligen Parasiten.
Da Molli ohnehin auf dem Weg der Besserung war, weiß ich nicht, ob Panacur oder Daraprim besser geholfen hat.

Zitat
- Welche Erfahrung habt ihr mit baytril oder sollte man ein anderes AB präferieren?



Molli bekam Chloramphenicol.
Meine TÄ sagt jedoch, die langjährige Erfahrung habe ihr gezeigt, dass Baytril mindestens genauso wirksam ist oder sogar noch ein wenig besser hilft.
Wichtig ist, dass das AB gehirngängig ist.

Zitat
- Sollte man 1x im jahr eine Kur mit Panacur machen, um dem Erreger immer mal wieder eins auszuwischen?



Gelesen habe ich das auch.
Es würde mich auch interessieren.
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Gefahr der Resistenzbildung besteht, wurde aber schonmal eines besseren belehrt.
Bei Molli stellte sich diese Frage leider nicht mehr.

Zitat
- oder sollte man besser anderweitig kuren machen, zb mit engystol und cerebrum comp.? Gibt es dazu schon Langzeiterfahrungen? Ich habe Kasi damals auch Cerebrum gegeben, aber nur in der akuten Phase. Heel empfiehlt hier auch 3-4x jährlich Kuren zu machen, mich würde interessieren, ob es speziell bei EC Erfahrungswerte gibt.



Zur Homöopathie bei Encephalitozonoose muss ich an Gabi (oder Birgit - wolfshofnager - ) verweisen.

Zitat
- Probleme mit den Nieren hatte Kasi bisher zum Glück keine, deswegen musste ich da auch nicht behandeln. Sollte ich trotzdem regelmäßig z.b Urin testen lassen?



Ich würde es vermutlich nicht machen, sondern vorbeugend auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Zitat
- Sollte man EC-Tieren lebenslang vermehrt wasserhaltiges Frischfutter geben?



Ja, das ist sicher sinnvoll.

Zitat
- welche Erfahrung habt ihr mit den Partnertieren - sollten diese mitbehandelt werden oder nicht?



Die Mitbehandlung - nur mit Panacur - schadet sicher nicht.
Ich halte sie allerdings nicht für zwingend notwendig.

Antibiotikum würde ich nie prophylaktisch geben.

Zitat
- hat ein symptomfreies Tier auch einen erhöhten Energiebedarf? Ich habe bei Kasi ca 100gr Gewichtsverlust in den letzten Monaten bemerkt..bei gleicher Futteraufnahme... Kann man durch das Gewicht evtl. die "Aktivität" des Erregers im Körper messen?



Ja, auch ein symptomfreies Tier hat häufig einen erhöhten Energiebedarf.
Es gibt auch EC Kaninchen, die als einziges Symptom eine Gewichtsabnahme haben.

Ob die Aktivität des Erregers für die Gewichtsabnahme verantwortlich ist, kann ich nicht sagen.
Vermutlich besteht aber ein Zusammenhang.

Danke für diese Fragen, Maria!

Ihre Beantwortung ist wirklich nicht einfach, zumal sich auch Tierärzte nicht einig sind.

Ich bin schon gespannt auf weitere Antworten!!

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#3

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 18.08.2008 19:29
von kaninchengabi • 4.576 Beiträge

Hallo Maria,

Schön, dass du der Einladung von Silke gefolgt bist, Linksetzung erfolgt in Kürze



Zitat:
- Was für Erfahrungen habt ihr mit Panacur, hat es geholfen?


Bei Molli hat es lange gedauert, bis eine Wirkung/Verbesserung sichtbar wurde.
Obwohl die Wirksamkeit von Panacur inzwischen umstritten ist, halte ich persönlich es noch für wichtig.

Panacur ist für mich das A und O einer jeden E.C. Behandlung.



Zitat:
- Welches panacur sollte man benutzen? Laut intervet ist es egal, ob es die Paste oder die Susp. ist, hauptsache 20mg / KG KGW. das ist mir nicht ganz klar, da die beiden präparate doch unterschiedlich hoch dosiert sind?!

Ich kenne nur die Anwendung der Suspension, 10%.

Ich habe auch immer die obige ( Suspension für Hunde) zur Anwendung bei meinen Kaninchen

Zitat:
- sollte man die Dauer der panacurbehandlung (3 oder 4 Wochen) von der Stärke des Krankheitsausbruches abhängig machen? Ich musste wirklich mit meiner TÄ kämpfen, dass wir überhaupt 3 Wochen behandeln! Ich glaube sie wollte nach 2 Wochen schon aufhören.


Meine TÄ gibt immer Panacur über einen Zeitraum von 6 Wochen, egal, wie stark der Krankheitsausbruch ist.

Wir haben hier auch schon 10 Wochen Panacur gegeben, es kommt auch immer auf den Krankheitsverlauf an. Wir haben bei längerer Anwendung noch keine Negativerfahrung gemacht.

Zitat:
- zu der 10%igen suspension wird oft gesagt, dass sie zu hoch dosiert sei für Kaninchen, ist das richtig?

Meines Wissens ist das nicht richtig.

Das habe ich noch nie gehört, es ist die genau richtige. Wir dosieren hier allerdings höher als die 0,2 ml pro kg/KG

Zitat:
- habt ihr schonmal eine Alternative zu Panacur ausprobiert und hat die besser geholfen?

Nein ausprobiert noch nicht aber es gibt noch den Wirkstoff Albendazol, dieser wird allerdings bei längerer Anwendung nicht so gut vertragen, deshalb haben wir ihn noch nie ausprobiert.


Nur zusätzlich zum Panacur: Daraprim.
Wirkt auch gegen den einzelligen Parasiten.
Da Molli ohnehin auf dem Weg der Besserung war, weiß ich nicht, ob Panacur oder Daraprim besser geholfen hat.

Daraprim ist aus der Humanmedizin und wirkt gegen Toxoplasmose, da der Toxo-Erreger, direkt mit dem E.C. Erreger verwandt ist. Daraprim setze ich ein, wenn ein E.C. Fall in die Katergorie sehr schwer fällt.

Zitat:
- Welche Erfahrung habt ihr mit baytril oder sollte man ein anderes AB präferieren?


Molli bekam Chloramphenicol.
Meine TÄ sagt jedoch, die langjährige Erfahrung habe ihr gezeigt, dass Baytril mindestens genauso wirksam ist oder sogar noch ein wenig besser hilft.
Wichtig ist, dass das AB gehirngängig ist.

Wir geben auch Chloramphenicol. Frau Dr. Ewrigmann hat eine Studie mit Baytril gemacht, seitdem wird Baytril auch eingesetzt. Ich persönlich tendiere zu ersteres aber wenn man das nicht stressfrei oral (2x tgl) eingeben kann, sollte Baytril gespritzt zum Einsatz kommen.
Dr. Lazarz gibt auch Cotrim K, Pia wurde bevor sie zu mir kam, damit behandelt.



Zitat:
- Sollte man 1x im jahr eine Kur mit Panacur machen, um dem Erreger immer mal wieder eins auszuwischen?


Gelesen habe ich das auch.
Es würde mich auch interessieren.
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Gefahr der Resistenzbildung besteht, wurde aber schonmal eines besseren belehrt.
Bei Molli stellte sich diese Frage leider nicht mehr.

Ein eindeutiges Nein, aufgrund meiner Erfahrung ist das nicht nötig.

Zitat:
- oder sollte man besser anderweitig kuren machen, zb mit engystol und cerebrum comp.? Gibt es dazu schon Langzeiterfahrungen? Ich habe Kasi damals auch Cerebrum gegeben, aber nur in der akuten Phase. Heel empfiehlt hier auch 3-4x jährlich Kuren zu machen, mich würde interessieren, ob es speziell bei EC Erfahrungswerte gibt.

Engystol und Cerebrum sind Komplexmittel, d.h. das sind mehrere homöopathische Mittel in einem. Engystol ist sehr gut zur Steigerung der Abwehrkräfte, habe ich u.a. immer zuhause und setze es bei chronisch Kranken (z.b. Schnupfen) kurzmässig ein. Cerebrum ist gut für das ZNS (ich hoffe, ich verwechsel das nicht). Habe ich bislang noch nicht eingesetzt.
In aktutstadien des E.C. gebe ich Ney-Troph-Trophen, dass wirkt positiv auf das ZNS.
Bei Pami letztens habe ich noch Schüsslersalze zur Unterstützung gegeben.


Zur Homöopathie bei Encephalitozonoose muss ich an Gabi (oder Birgit - wolfshofnager - ) verweisen.


Zitat:
- Probleme mit den Nieren hatte Kasi bisher zum Glück keine, deswegen musste ich da auch nicht behandeln. Sollte ich trotzdem regelmäßig z.b Urin testen lassen?


Ich würde es vermutlich nicht machen, sondern vorbeugend auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Alle aktut E.C. Fälle müssen reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen, du kannst das per Infusion ausgleichen oder viele nehmen sehr gerne Wasser aus einer Spritze (z.B. 10 ml). Manchmal mische ich auch etwas Pfefferminz- oder Fencheltee mit Wasser.


Zitat:
- Sollte man EC-Tieren lebenslang vermehrt wasserhaltiges Frischfutter geben?


Ja, das ist sicher sinnvoll.

Ich füttere alle Kaninchen gleich, egal ob E.C. Tiere oder nicht. Frischfutter gibt es immer 1 x täglich.

Zitat:
- welche Erfahrung habt ihr mit den Partnertieren - sollten diese mitbehandelt werden oder nicht?


Die Mitbehandlung - nur mit Panacur - schadet sicher nicht.
Ich halte sie allerdings nicht für zwingend notwendig.

Antibiotikum würde ich nie prophylaktisch geben.

Bislang habe ich nur ganz selten die Partnertiere mitbehandelt.

Zitat:
- hat ein symptomfreies Tier auch einen erhöhten Energiebedarf? Ich habe bei Kasi ca 100gr Gewichtsverlust in den letzten Monaten bemerkt..bei gleicher Futteraufnahme... Kann man durch das Gewicht evtl. die "Aktivität" des Erregers im Körper messen?


Ja, auch ein symptomfreies Tier hat häufig einen erhöhten Energiebedarf.
Es gibt auch EC Kaninchen, die als einziges Symptom eine Gewichtsabnahme haben.

Ob die Aktivität des Erregers für die Gewichtsabnahme verantwortlich ist, kann ich nicht sagen.
Vermutlich besteht aber ein Zusammenhang.

Alle kranken Tiere haben immer einen erhöhten Energiebedarf und zb. auch erhöhten Wasserverbrauch.Manchmal ist es notwendig auch getreidehaltiges Futter zu geben!
!

**********************************************

Ich halte nichts davon, kranke Tiere noch kränker zu machen, zunehmen geht in der Regel nur mit Getreide.
Auch alte Tiere haben einen anderen und erhöhten Energiebedarf, deshalb darf hier auch Getreide zum Einsatz kommen (natürlich Pellets und nicht das billig-mix-zeug)
Passt zwar nicht zum Thema aber alle Kaninchen mit veränderter Gebärmutter haben einen ziemlich erhöhten Wasserverbrauch

Vitamin B12 alleine ist nicht ausreichend, sondern es sollte der Vit B Complex gegeben werden.
Ich gebe z.b in der ersten Woche, manchmal auch die ersten 10 Tage immer Amynin und Catosal.

Viele erkrankte Kaninchen lieben auch Wärme, das sollte vorsichtig ausprobiert werden. Keine Wärmeflasche, am besten eine Ferkellampe über das Krankenlager. Z.B. Pami lag in einem Wäschekorb, dick abgepolstert und mit einer Decke oben leicht über den Wäschekorb abgedeckt. Darüber hing an der Decke die Ferkellampe.

Pami konnte sich überhaupt nicht auf den Beinen halten, alle die sie gesehen hatten (können einige Userinenn aus diesem Forum bestätigen), haben ihr keine oder recht wenig Chancen gegeben. Nach 14 Tagen stand sie wieder auf ihren Pfötchen. Jetzt lebt sie wieder im Aussengehege mit ihrer E.C. Gang

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Maria, wenn du Fragen hast, löchere uns damit Ich habe bestimmt jetzt auch was vergessen zu schreiben, wie ich mich kenne.

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#4

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 18.08.2008 22:48
von maria • Besucher | 4 Beiträge

hallo ihr beiden,
vielen dank für eure schnellen antworten - sie liefern mir schon etwas beruhigung in dieser wüste der hilflosigkeit.

zu dem AB: da scheint ja allgemein die tendenz zu chloramphenicol zu gehen, warum eigentlich?
ich habe bisher immer nur gehört, es sei so ein Hammer-AB (das man auch nie länger als eine woche geben sollte), und wenn Baytril genau so gut wirkt, gibt es einen grund, Chlormaphenicol zu bevorzugen? Kasi hatte auch Baytril bekommen, allerdings habe ich auch das Gefühl, dass immer, wenn ein AB gegeben werden muss, Baytril das erste, aber nicht unbedingt das beste Mittel der Wahl ist. Bei meinen Näschen hat es zwar immer gut geholfen bisher..aber trotzdem.

panacur 10%: behandelt ihr damit eigentlich auch gegen würmer, oder nehmt ihr da auch die Paste?
gabi du sagtest, ihr dosiert das panacur höher. in welcher dosis gebt ihr das? und gab es noch nie irgendwelche nebenwirkungen bei panacur - vor allem wenn man es über einen so langen zeitraum gibt?

gabi, aus deinem geschrieben lese ich heraus, dass du demnach symptomfreie EC-Tiere NICHT behandelst, richtig? Hattest du schon die Erfahrung mit Rückfällen gemacht bzw. lässt sich die Gefahr nicht doch eingrenzen, wenn man (machen ja viele so) Panacur als Kur verabreicht?
Ich habe doch wirklich Angst um meinen Kasi, er hat nämlich immer mal wieder ein etwas gerötetes, wundes Auge..das geht nach ein paar Tagen von alleine wieder weg, aber ich sehe darin immer den Erreger, der zum Vorschein kommt...Zudem hält er beim Fressen auch ob und zu inne, also hört plötzlich auf zu kauen, das dauert dann ein paar sekunden, dann gehts weiter als wäre nichts gewesen.
Ist es in Ordnung, dass solche leichten "erinnerungen" an EC mal ab und zu auftauchen oder meint ihr, dass das schon als Ankündigung auf einen evtl Rückfall gesehen werden müsste?

Von den Ney Troph Tropfen habe ich auch schon gehört - sie scheinen genau so zu wirken wie cerebrum (genau das ist das fürs ZNS) - beides zu geben macht dann wohl keinen sinn, oder? Engystol geb ich auch meiner Schnupfenmaus Sie bekommt auch es auch immer vor der Impfung, allerdings habe ich gerade den Artikel von Birgit gelesen und bin jetzt doch etwas verunsichert. sie schreibt ja, man solle nicht einfach so homöopathisch drauf losbehandeln, wenn man nicht "vom fach" ist. was meint ihr?

Zur Flüssigkeitsaufnahme: im akuten Stadium hat kasi auch infusionen bekommen, aber jetzt natürlich nicht mehr. ich würde nicht sagen, das er besonders gut trinkt, und täglich gurke oder salat bekommt er ehrlichgesagt auch nicht..das hat ja auch beides seine nachteile. Wie geht ihr im nicht-akuten stadium vor, sodass genug flüssigkeit in den kleinen körper gelangt?
Ich habe schon die Sorge, dass der Erreger mit der Zeit auch die Nieren angreift (und ich es womöglich nicht merke!) und es dann alles ganz schnell geht :( denn alle erfahrungsberichte, die ich bisher gelesen hatte, endeteten tödlich, wenn es schon so weit gekommen war.

wofür genau gibst du amynin, gabi? davon hab ich noch nichts gehört, bekommen das alle EC Tiere oder nur bei bestimmten indikationen?
Wie geht ihr eigentlich mit der Ansteckungsgefahr um? Werden EC strikt von gesunden bzw. symptomfreien (heißt ja nicht gleich, dass sie nicht auch den Erreger haben) getrennt und nach dem hantieren die Hände desinfiziert? diese "80%-regel", die besagt, dass soviele Tiere den Erreger wahrscheinlich in sich tragen, hat mich immer ein wenig denken lassen, es macht keinen Sinn, man kann es eh nicht verhindern und auch nicht eingrenzen. aber nun hieß es kürzlich in einem anderen forum, dass diese 80% angeblich nur aus der Luft gegriffen sind und es darüber keine wissenschaftlichen studien gibt. ich konnte darüber auch nichts finden - nicht über eine SO hohe zahl. sollte es doch weniger sein, müsste man ja evtl überlegen, EC tiere von nicht EC tieren getrennt zu halten. Generell halte ich am meisten davon, die Tiere so zu halten und ernähren, dass sie gesund sind und ein stabiles Immunsystem haben - um so der Krankheit standhalten zu können. aber leider kann man sowas auch nicht 100% steuern, da muss nur der Sommer kommen und uns mit temperaturumschwüngen von über 10 grad plagen, schon steht alles auf einem anderen blatt..oder stress in der gruppe...oder oder...

danke euch, dass ihr euch die zeit für meine fragen nehmt

immer noch nachdenkliche grüße...
maria

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#5

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 18.08.2008 23:36
von kaninchengabi • 4.576 Beiträge

Maria,

ich versuche morgen im Laufe des Tages deine Fragen zu beantworten, jetzt gehe ich erstmal Babies füttern und danach meine Runde machen. Martha braucht noch Knuddels zur Nacht

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#6

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 19.08.2008 11:10
von Silke • 4.473 Beiträge

Huhu,

ich versuche mich mal wieder an einigen Antworten, wobei ich jetzt nur die Textstellen herauspicke, zu denen ich etwas beisteuern kann.

Zitat
zu dem AB: da scheint ja allgemein die tendenz zu chloramphenicol zu gehen, warum eigentlich?



Baytril ist ja das am häufigsten eingesetzte AB.
Es kann also sein, dass sich Resistenzen bilden.
Deshalb wird meiner Meinung nach Chloramphenicol bei EC bevorzugt.
Früher hieß es außerdem, Baytril sei nicht gehirngängig, was allerdings nicht stimmt.

Molli bekam mind. 10 Tage lang Chloramphenicol und hatte keine Nebenwirkungen.

Zitat
panacur 10%: behandelt ihr damit eigentlich auch gegen würmer, oder nehmt ihr da auch die Paste?
gabi du sagtest, ihr dosiert das panacur höher. in welcher dosis gebt ihr das? und gab es noch nie irgendwelche nebenwirkungen bei panacur - vor allem wenn man es über einen so langen zeitraum gibt?



Ja, ich gebe Panacur 10% auch bei Würmern, allerdings kommt das recht selten vor.
Molli bekam Panacur die ersten Tage auch deutlich höher dosiert.
Wieviel es war, weiß ich leider nicht mehr.

Ein paar Tage lang kann man sicher die doppelte bis 4fache Menge geben.

Mir sind keine Nebenwirkungen von Panacur bekannt.
Auch Kaninchen, die es über einen sehr langen Zeitraum (mehrere Monate) bekommen, scheinen es zu vertragen.

Zu Kasi:

Zitat
Ist es in Ordnung, dass solche leichten "erinnerungen" an EC mal ab und zu auftauchen oder meint ihr, dass das schon als Ankündigung auf einen evtl Rückfall gesehen werden müsste?



Kaninchen, die EC positiv sind und die akute Phase überstanden haben, können immer wieder mal Symptome zeigen.
In Stresssituationen oder bei Wetterumschwung kann sich z.B. ein Hinken verstärken oder das Rollen wieder auftreten.

Das ist normal und nicht gleich ein Rückfall, der behandelt werden muss.


Zitat
Wie geht ihr im nicht-akuten stadium vor, sodass genug flüssigkeit in den kleinen körper gelangt?



Molli hat immer recht viel getrunken, weshalb ich mir da wenig Gedanken gemacht habe.
Es gibt Kaninchen, die lauwarmes Wasser bevorzugen.
Denen würde ich dann 3-4 mal täglich frisches Wasser hinstellen und ansonsten ganz normal füttern.

Zitat
Wie geht ihr eigentlich mit der Ansteckungsgefahr um? Werden EC strikt von gesunden bzw. symptomfreien (heißt ja nicht gleich, dass sie nicht auch den Erreger haben) getrennt und nach dem hantieren die Hände desinfiziert?



Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass diese Krankheit entweder ausbricht oder nicht, egal, ob man trennt und desinfiziert oder nicht.
Es ist eine Frage des Immunssystems und der Veranlagung des einzelnen Kaninchens.

Ein Partnertier kann, muss aber nicht zwangsläufig erkranken.

Molli erkrankte im März 2006.

Schlappi und Nini lebten mit ihr zusammen.
Auch Flauschi und Stupsi lebten kurz mit ihr in einer Gruppe.

Keins der 4 Kaninchen zeigt bisher Symptome.
Flauschi lebt inzwischen mit Lissi zusammen.
Lissi wurde getestet, weil sie erblindet ist.

Sie ist negativ.
Es ist also keine Übertragung von Molli über Flauschi zu Lissi erfolgt.

Ich habe nie meine Hände desinfiziert und auch nicht das Zimmer, in dem Molli lebte.

Zitat
sollte es doch weniger sein, müsste man ja evtl überlegen, EC tiere von nicht EC tieren getrennt zu halten.



Das halte ich für unrealitisch, denn dann müsste man jeden Neuzugang testen.
Eine Voraussetzung für eine Vermittlung von Notfällen wäre dann nicht nur die Kotuntersuchung und die Impfung, sondern auch die Blutuntersuchung.
Und EC positiv dürfte nur zu EC positiv vermittelt werden.
In meinen Augen wäre das übertrieben, zumal ich die Gefahr der Ansteckung, wie oben geschrieben, aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann.

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#7

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 24.08.2008 12:21
von kaninchengabi • 4.576 Beiträge

Zitat von maria

zu dem AB: da scheint ja allgemein die tendenz zu chloramphenicol zu gehen, warum eigentlich?
ich habe bisher immer nur gehört, es sei so ein Hammer-AB (das man auch nie länger als eine woche geben sollte), und wenn Baytril genau so gut wirkt, gibt es einen grund, Chlormaphenicol zu bevorzugen? Kasi hatte auch Baytril bekommen, allerdings habe ich auch das Gefühl, dass immer, wenn ein AB gegeben werden muss, Baytril das erste, aber nicht unbedingt das beste Mittel der Wahl ist. Bei meinen Näschen hat es zwar immer gut geholfen bisher..aber trotzdem.



Chloramphenicole überwindet die Blut-Hirnschranke, ganz lapidar erklärt, stell dir vor, das AB krabbelt die Nervenleitung zum Hirn hoch und kann dort wirken. Die meisten eingesetzten ABs können dieses nicht. Bei Baytril scheiden sich die Geister, viele nehmen die Studie von Dr. Ewrigmann als Vorbild, obwohl die Wirkung von Baytril dort nicht 100 % bewiesen ist.
Ich für meine Begriffe wende Chlorampenicol als Wirkstoff an. Einige Freunde von mir haben auch schon ein Penicillin zum Einsatz gebracht aber ich selbst habe mit diesem Einsatz bei E.C. keine Erfahrungen.

Zitat von maria
panacur 10%: behandelt ihr damit eigentlich auch gegen würmer, oder nehmt ihr da auch die Paste?
gabi du sagtest, ihr dosiert das panacur höher. in welcher dosis gebt ihr das? und gab es noch nie irgendwelche nebenwirkungen bei panacur - vor allem wenn man es über einen so langen zeitraum gibt?



Ich nehme grundsätzlich die doppelte Dosis, Paste habe ich noch nie verwendet nur die Suspension. Bislang hatte ich hier noch keine Nebenwirkungen.

Zitat von maria
gabi, aus deinem geschrieben lese ich heraus, dass du demnach symptomfreie EC-Tiere NICHT behandelst, richtig? Hattest du schon die Erfahrung mit Rückfällen gemacht bzw. lässt sich die Gefahr nicht doch eingrenzen, wenn man (machen ja viele so) Panacur als Kur verabreicht?



Ich persönlich halte nichts davon Panacur als Kur zu verabreichen. Beste Erfahrungen habe ich mit unserer doppeldosierung mit Panacur im Akutfall gemacht. Bislang hatte ich nur ganz wenige Rückfälle, diese traten, wie jetzt bei Pami, erst nach Jahren der Ersterkrankung auf. Ich selbst agiere futtertechnisch bei E.C. Kaninchen anders, als überall geschrieben steht . Meine E.C. Kaninchen bekommen alle noch normale handelsübliche Getreidepellets dazu, weil ich nicht will, dass sie aufgrund von Heu und FriFu auch nur in die Nähe einer 'Abmagerung' kommen, dass würde wiederum bedeuten, dass das Immunsystem heruntergesetzt wird und peng hast du einen Rückfall. Die letzten Jahre zeigen mir, dass die Entscheidung Pellets in diesem Fall beizufüttern richtig ist.


Zitat von maria
Ich habe doch wirklich Angst um meinen Kasi, er hat nämlich immer mal wieder ein etwas gerötetes, wundes Auge..das geht nach ein paar Tagen von alleine wieder weg, aber ich sehe darin immer den Erreger, der zum Vorschein kommt...Zudem hält er beim Fressen auch ob und zu inne, also hört plötzlich auf zu kauen, das dauert dann ein paar sekunden, dann gehts weiter als wäre nichts gewesen.
Ist es in Ordnung, dass solche leichten "erinnerungen" an EC mal ab und zu auftauchen oder meint ihr, dass das schon als Ankündigung auf einen evtl Rückfall gesehen werden müsste?



Maria, ein Kaninchen, dass akut E.C. hat, sollte immer mit Argusaugen beobachtet werden aber nicht alle 'Zipperlein' sollten als Rückfall gewertet werden. Manchmal werden aufgrund der Ängste des Halters, verschiedenartige Macken als Rückfälle gedeutet, die in Wirklichkeit nur harmlose Gründe haben. Es ist hierbei wichtig einen guten TA des Vertrauens zu haben, der gut behandelt und berät.

Zitat von maria
Von den Ney Troph Tropfen habe ich auch schon gehört - sie scheinen genau so zu wirken wie cerebrum (genau das ist das fürs ZNS) - beides zu geben macht dann wohl keinen sinn, oder? Engystol geb ich auch meiner Schnupfenmaus Sie bekommt auch es auch immer vor der Impfung, allerdings habe ich gerade den Artikel von Birgit gelesen und bin jetzt doch etwas verunsichert. sie schreibt ja, man solle nicht einfach so homöopathisch drauf losbehandeln, wenn man nicht "vom fach" ist. was meint ihr?


Ich gebe Birgit recht aber mit Ney Troph Tropfen in der richtigen Dosierung beim E.C. Kaninchen oder mit der Behandlung mit Cerebrum kann nur geholfen werden, wie viele in der Vergangenheit erkrankte und wieder gesundete Kaninchen gezeigt haben. Ich persönlich verlasse mich bei der Behandlung gegen E.C. auf meine vielfältigen Erfahrungen und suche aber auch immer wieder, z.b. mit Birgit zusammen nach zusätzlichen Behandlungsmethoden.
Alles andere, z.b. Homöopathie nach Hahnemann in ihrer Anwendung sollte von einem ausgebildeteten Tierheilpraktiker erfolgen und gehört wie auch die normale Medizin nur in fachgerechte Hände. [/quote]

Zitat von maria
Zur Flüssigkeitsaufnahme: im akuten Stadium hat kasi auch infusionen bekommen, aber jetzt natürlich nicht mehr. ich würde nicht sagen, das er besonders gut trinkt, und täglich gurke oder salat bekommt er ehrlichgesagt auch nicht..das hat ja auch beides seine nachteile. Wie geht ihr im nicht-akuten stadium vor, sodass genug flüssigkeit in den kleinen körper gelangt?
Ich habe schon die Sorge, dass der Erreger mit der Zeit auch die Nieren angreift (und ich es womöglich nicht merke!) und es dann alles ganz schnell geht :( denn alle erfahrungsberichte, die ich bisher gelesen hatte, endeteten tödlich, wenn es schon so weit gekommen war.



Meine E.C. Kaninchen trinken alles sehr viel, ich z.b. gebe den Patienten die nicht so viel trinken, immer naturtrüben Apfelsaft (ohne Zucker) mit ins Trinkwasser. Das mögen sie sehr gerne und so überlistest du die Patienten.

Zitat von maria
wofür genau gibst du amynin, gabi? davon hab ich noch nichts gehört, bekommen das alle EC Tiere oder nur bei bestimmten indikationen?.


http://de.merial.com/PDF/AMYNIN.pdf
Amynin hilft den Patienten wieder auf die Pfoten zu kommen und ich wende es nicht nur bei E.C. an, sondern bei fast allen Erkrankungen.

Zitat von maria
Wie geht ihr eigentlich mit der Ansteckungsgefahr um? Werden EC strikt von gesunden bzw. symptomfreien (heißt ja nicht gleich, dass sie nicht auch den Erreger haben) getrennt und nach dem hantieren die Hände desinfiziert? diese "80%-regel", die besagt, dass soviele Tiere den Erreger wahrscheinlich in sich tragen, hat mich immer ein wenig denken lassen, es macht keinen Sinn, man kann es eh nicht verhindern und auch nicht eingrenzen. aber nun hieß es kürzlich in einem anderen forum, dass diese 80% angeblich nur aus der Luft gegriffen sind und es darüber keine wissenschaftlichen studien gibt. ich konnte darüber auch nichts finden - nicht über eine SO hohe zahl. sollte es doch weniger sein, müsste man ja evtl überlegen, EC tiere von nicht EC tieren getrennt zu halten. Generell halte ich am meisten davon, die Tiere so zu halten und ernähren, dass sie gesund sind und ein stabiles Immunsystem haben - um so der Krankheit standhalten zu können. aber leider kann man sowas auch nicht 100% steuern, da muss nur der Sommer kommen und uns mit temperaturumschwüngen von über 10 grad plagen, schon steht alles auf einem anderen blatt..oder stress in der gruppe...oder oder...



Maria, ich desinfiziere meine Hände nicht, wenn ich in ihren Gehegen war und ich wechsle auch nicht meine Schuhe, da hätte ich wohl ziemlich viel zu tun
Über die 80 % gibt es auch keine wissenschaftlichen Studien, das ist tatsächlich von jemanden 'in die Welt gesetzt worden' die in einem anderen Forum im entsprechenden Board aktiv ist. Die Ansteckungsgefahr ist tatsächlich sehr hoch, wenn ein aktuter E.C. Schub vorhanden ist, d.h. aber nicht, dass die anderen sich unbedingt anstecken. Potentielle Ansteckungsquelle ist der Urin des erkrankten Tieres. Die Gefahr einer Erkrankung ist immer bei einem heruntergefahren Immunsystem extrem hoch.

danke euch, dass ihr euch die zeit für meine fragen nehmt

immer noch nachdenkliche grüße...
maria[/quote]

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#8

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 30.08.2008 14:04
von maria • Besucher | 4 Beiträge

hallo ihr beiden!
ich danke euch!!
solche erfahrungswerte sind so viel wert, da kann kein TA oder keine kaninchenbibel mithalten
gabi du schreibst, du gibst deinen e.c. tieren auch getreidehaltige pellets, welche sind das genau? bei kasi hab ich leider in letzter zeit ein wenig gewichtsverlust bemerkt...und zwar ist aufeinmal seine wirbelsäule fühlbar und auch die schulterblätter. das war bis vor kurzem nicht so :( laut waage hat er in der letzten woche wieder 20 gramm zugelegt, aber die tendenz geht doch eher nach unten (obwohl er viel knollengemüse bekommt). vielleicht solte ich ihm die auch füttern, wobei ich es doch lieber evtl zuerst mit apfel, mais, rosinen und co probieren würde...
ins trinkwasser hab ich jetzt naturtüben apfelsaft gemischt, der trick ging ziemlich gut auf - pepita ist zur wahren säuferin avanciert kasi, der es dringender bräuchte, ist davon aber wohl nicht soo angetan...hm. dafür mag er gurke.
sollte man, wenn sich ein rückfall ankündigt, eigentlich wieder die volle ladung aller e.c. medikamente geben oder ist ab dem "zweiten mal" irgendwas anders?
zu dem thema baytril und gehirngängigkeit habe ich übrigens auch mal bei bayer angerufen, um das mit der gehirngängigkeit zu klären. wisst ihr, wer das überhaupt in die welt gesetzt hat? viele dinge scheinen sich über die zeit von these zu tatsache zu manifestieren, obwohl da nicht wirklich was dahintersteckt. denn als ich dort mit einem doc sprach, sagte er, dass es "selbstverständlich" gehirngängig sei - der hat meine frage garnicht verstanden am anfang - und die müssen es doch wissen....
naja es wird sicher auch mit den resistenzen zusammenhängen, vor allem ist es bei meinem TA so, dass ich egal bei welcher beschwerde immer baytril mitbekomme. das finde ich eigentlich nicht so toll. bei kasi waren die symptome aber wie gesagt nur sehr leicht, da hats wohl "gereicht". Panacur war demnach ja auch zu niedrig dosiert mit der 2,5% paste :(
kasi hat seit seiner e.c. erkrankung immer wieder gerötete augenlider, die etwas wund aussehen. mal ist es weniger, mal mehr. ich habe da bisher nichts unternommen, zumal ich bei diesen augensalben auch schon die erfahrung gemacht habe, dass es nach absetzen der salbe sofort besser wurde. der erreger scheint es sich aber bei ihm im auge gemütlich gemacht zu haben - sollte ich da langfristig was unternehmen?, was meint ihr?

danke & grüße von
maria

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#9

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 30.08.2008 15:09
von kaninchengabi • 4.576 Beiträge

Hallo Maria,

den E.C. Erreger wirst du letztendlich nie ganz elimenieren können. Mit Rückfällen muss immer gerechnet werden, manchmal sind sie so krass wie die Ersterkrankung. Die Häufigkeit von Rückfällen ist aber relativ gering, wenn ich von meiner Rasselbande ausgehe.

Ich vertrete die Meinung, dass auch E.C. Augen, wie es bei euch der Fall ist, niemals ganz auskuriert werden.
Mein Spencer hat aufgrund der Erkrankung aber auch wohl wegen der Kopf'züchtung', immer wieder Augenentzündungen.
Manchmal helfen Augentrost-Augentropfen und machmal muss ich ihn mit Cortisonhaltigen Augentropfen behandeln.
Weg geht das niemals mehr und wir können ganz gut damit leben
.
Würde erstmal ganz vorsichtig und mit 'harmlosen' Mitteln an die Sache herangehen.

Babybär hat manchmal, wenn er sich aufregt (z.b. beim Saubermachen) noch einen leichten Nystagmus, ich werde mich z.b. hüten, dort Cortison spritzen zu lassen. Es ist einfach normal bei ihm.
Aufregung wegnehmen = leichter Nystagmus weg

Als Pellets nehme ich die ganz normalen aus dem Raiffeisenmarkt, die reichen aus. Meine Riesen bekommen da auch immer noch was von, so dass ich einen 25 kg Sack hier stehen habe, wenn ich nicht 4.5 kg Säcke gespendet bekomme

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#10

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 04.10.2009 00:02
von Enluiel • Besucher | 5 Beiträge

Hallo,

ich habe zwar selber keinen E.C-fall hier sitzen, aber habe mich etwas einglesen.

Gegen was genau hilft das AB? es wird gesgat, es hilft gegen die Sekundärinfektionen - wirkt es aber auch gegen den Einzeller selbst? Kann ein Tier wieder einen geraden Kopf bekommen bzw. alle äußerlichen Symptome verlieren, wenn es nur AB bekommt und nichts anderes gleichzeitig?

LG
Rabea

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#11

RE: Viele Fragen zu Enzephalitozoon Cuniculi...

in Enzephalitozoon Cuniculi (E.C.), Hier helfen wir! 04.10.2009 16:48
von Silke • 4.473 Beiträge

Hallo Rabea,

ich gehe auch davon aus, dass das AB helfen soll, Sekundärinfektionen zu verhindern.
Gegen den einzelligen Parasiten wirkt es meines Wissens nicht. Dennoch mag es Kaninchen geben, die auch ohne Behandlung mit Panacur wieder einen geraden Kopf bekommen, denn jedes Kaninchen hat sein eigenes Immunsystem und eine eigene Art, mit der Krankheit umzugehen. So ist E.c. ja auch nicht immer therapierbar und führt manchmal trotz schneller Gabe aller empfohlenen Medikamente zum Tode, in anderen Fällen werden Kaninchen kaum oder unzureichend behandelt und besiegen die Krankheit dennoch.

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